Jahresrückblick - Das war das Jahr 2021 im Bezirk Zwettl - NÖN.at

2022-06-10 18:35:16 By : Mr. Roger Cao

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Ein Hagelunwetter mit enormem Ausmaß geht am 24. Juni kurz nach 18 Uhr über den Raum Allentsteig nieder. An die 400 Dächer werden beschädigt (Bild oben), die Gemeinde wird zum Katastrophengebiet erklärt.

Die NÖN erreichen dramatische Meldungen: So befinden sich mehrere Personen in einem Auto, als durch den Hagel die Autoscheiben zu Bruch gehen. Von den Vordersitzen rettet man sich auf die Rückbank. Ein Schwimmer im Seebad Allentsteig wird von Hagelkörnern getroffen. Er ist aber nicht der Einzige, der am Kopf verletzt wird. Einen verletzten Jungstorch müssen die Floriani aus dem Horst retten und der Tierrettung Krems übergeben.

Der Hagel mit bis zu Tennisball großen Hagelkörnern ist laut dem Bürgermeister drei Mal über Allentsteig und die Katastralgemeinden gezogen. 150 Feuerwehrmitglieder aus 24 Wehren sind im Einsatz, ebenso Personal vom Truppenübungsplatz Allentsteig. Auch die Pioniere des Bundesheeres rücken aus. Vorrangig werden die Dächer mit Planen abgedeckt, beziehungsweise repariert.

Sechs Fußballfelder an Planen verlegt

„Wir haben 35.000 Quadratmeter Planen auf den Dächern verlegt, umgerechnet sechs (!) Fußballfelder. An so etwas kann ich mich nicht erinnern“, meint Feuerwehrkommandant Franz Loidolt. Ein Durchatmen gibt es erst am 27. Juni. „Da waren alle kaputten Dächer der Wohnhäuser mit Planen abgedeckt“, sagt Loidolt. Am 28. Juni legen deshalb die Allentsteiger Floriani Hand am Dach ihres Feuerwehrhauses an. „In den vergangenen Tagen war es hektisch mit sehr vielen Einsatzorten, aber es war wunderbar, zu arbeiten. Es war ein richtiger Schichtbetrieb“, meint Loidolt später zur NÖN.

Das Sanieren stellt die Gemeinde vor eine weitere Herausforderung: Die Fachfirmen sind ausgelastet, Material fehlt. „Natürlich will jeder so schnell wie möglich eine Firma, die die Dächer wieder instand setzt. Es ist ein regelrechter Wettkampf um diese Firmen entstanden“, meint ÖVP-Bürgermeister Jürgen Koppensteiner.

Das Jahr beginnt mit Polit-Wirbel in Schweiggers: FPÖ-Gemeinderat Niko Steinberg zieht in einem Facebook-Posting Vergleiche zwischen der aktuellen Corona-Situation und der NS-Zeit. Steinberg teilt über die Facebook-Seite seiner Ortspartei „FPÖ Schweiggers“ eine Fotomontage, die einen Judenstern zeigt. Im Stern steht „Nicht geimpft“, in großen Lettern darüber: „Die Jagd auf Menschen kann nun wieder beginnen.“ Steinberg selbst schreibt zum Posting: „Die Geschichte wiederholt sich.“ Das Posting sorgt für hitzige Diskussionen in einer Gemeinderatssitzung im März: ÖVP-Bürgermeister Josef Schaden richtet sich direkt an Steinberg: „Du stellst Parteipolitik vor die Gesundheit der Leute. Du wirfst ein schlechtes Licht auf den Gemeinderat. So sind wir nicht. Ich erwarte mir, dass das eine einmalige Entgleisung war.“ War es nicht, denn Steinberg antwortet: „Es ist die größte Frechheit, wenn ich als Verbrecher hingestellt werde, nur weil ich es gewagt habe, die Wahrheit auszusprechen.“

Weiter für Aufregung sorgt der Bau der W.E.B. Windenergie von vier Windrädern bei Grafenschlag: Die IG Waldviertel kritisiert, dass das Projekt rechtswidrig und ein geschütztes Schwarzstorchenpaar vertrieben worden sei. Ein Gutachten sieht im Dezember die Vergrämung der Vögel durch den Bau und fordert Abschaltzeiten von sechs Monaten. Bürgerinitiativen zeigen die Projektbetreiberin W.E.B. an. Das Gutachten entkräfte laut W.E.B. nicht den Umstand, dass im betroffenen Waldabschnitt keine Brut nachgewiesen sei, heißt es auf NÖN-Nachfrage. Auf den Bau hat der Streit keine Auswirkungen: Mittlerweile stehen alle vier Windräder.

Dramatische Szenen spielen sich am 8. November bei der Firma Waldland ab: Zwei Hallen brennen ab, der Schaden liegt in Millionenhöhe. Bei der Brandbekämpfung sind insgesamt 18 Feuerwehren mit 15 Einsatzfahrzeugen und 160 Mann im Einsatz. Die Löscharbeiten der Feuerwehren dauern mehrere Tage. Laut den Brandermittlern der Polizei ist ein technischer Defekt im Bereich der Trocknungsanlage, inklusive Ofen, für den Brand verantwortlich.

Dass hinter der Herumtollerei zwischen einem Onkel aus dem Bezirk Zwettl und seiner Nichte mehr steckte, wird erst bei einem Prozess im heurigen Jahr ruchbar: Im Sommer 2016 soll der damals 48-Jährige laut Staatsanwalt Franz Hütter begonnen haben, das damals zwölfjährige Mädchen sexuell zu belästigen. Im Auto, auf dem Feld oder Waldboden, im Stall oder auf dem Hochstand habe er sich der 12-Jährigen unzüchtig genähert und Beischlaf gleichzusetzende Handlungen durchgeführt. Die sexuellen Übergriffe – im Schnitt drei mal pro Woche– enden im Jänner 2018. Der Schöffensenat verhängt über den Arbeiter eine achtjährige Gefängnisstrafe.

Ein 31-jähriger Zwettler zieht sich entlang der Talbergstiege mehrmals vor Volksschulmädchen aus. Vor dem Richter zeigt er sich geständig. Warum er seinen Penis gezeigt habe: „Ich weiß nicht, aus Blödheit.“ Bei einer erwachsenen Frau hätte er sich nicht ausgezogen, sagt er auf Nachfrage des Richters. Der Richter sieht vom Vollzug einer dreimonatigen Freiheitsstrafe unter einer dreijährigen Probezeit ab. Außerdem muss sich der Angeklagte in Therapie begeben und die Kosten für das Strafverfahren tragen.

Ein Unwetter vom 25. Juli hat in Großotten und in Sitzmanns massive Auswirkungen. „Ein orkanartiger Wirbelsturm hat in unseren Wäldern verheerende Schäden verursacht. Eine Fläche von rund 20 Hektar wurde quasi dem Erdboden gleich gemacht“, berichtet Franz Schäfer, einer der vielen Betroffenen. Die Kraft des Sturmes ist enorm – sogar Eichen mit einem Stammdurchmesser von knapp 1,5 Metern werden entwurzelt.

Eine Cannabisplantage und einen „Wintervorrat“ an Cannabiskraut finden Polizeibeamte bei einer gerichtlich angeordnete Hausdurchsuchung bei einem 62-Jährigen aus der Gemeinde Groß Gerungs. Mit dabei ist auch ein Suchtmittelspürhund der Polizei-Diensthundeinspektion Guntersdorf. Laut Polizei habe sich der 62-jährige Beschuldigte beim Eintreffen der Beamten sofort geständig gezeigt. Gefunden und sichergestellt werden mehrere Cannabispflanzen im Garten sowie eine größere Menge an halbtrockenen Cannabiskrautblüten und trockenen Cannabiskrautblüten. Der Beschuldigte meint gegenüber den Beamten, dass er das Cannabiskraut lediglich für den Eigengebrauch besitze und es sich dabei um seinen privaten „Wintervorrat“ handeln würde.

Nach langer Planung findet in Schwarzenau Anfang September mit einer Grundsteinlegung der Startschuss für das Millionenprojekt „Gemeindezentrum“ statt: Über die nächsten zwei Jahre soll auf 2.500 Quadratmetern zwischen Schloss und Kirche ein neues Gemeindezentrum entstehen.

Sowohl an Wohnungen als auch an Praxen im Gesundheitsbereich sei die Nachfrage laut Elsigan bereits groß. Daneben soll das Gemeindezentrum auch Nahversorger, Lokale, Büros sowie das Gemeindeamt beherbergen. Die Caritas soll ebenfalls im Gebäude einen Standort finden.

„Es ist ein historischer Tag für uns. Wir legen hier den Grundstein für einen lebendigen Ort“, erklärt ÖVP-Bürgermeister Karl Elsigan in seiner Eröffnungsrede. Die größte Frage hätte aber der Zukunft des Ortszentrums gegolten. „Aktuell haben wir einen Ortskern, der B2 heißt“, meint Elsigan. Das bedeute auch, dass Schwarzenau ein richtiger Veranstaltungsort fehlt. Stolze 5,5 Millionen Euro sind für das Projekt eingeräumt. Das gewählte Areal der Familie Hahnl zwischen Kirche und Schloss wurde im Sommer 2019 gekauft und für den Neubau geräumt.

Für Veranstaltungen wird im ersten Stock ein 300 Quadratmeter großer Multifunktionssaal entstehen, der Vereinen, Firmen und privat genutzt werden kann. Besonders ist auch ein großflächiger Innenhof, der in zwei Richtungen hin offen ist. Gastronomie und Veranstaltungen sollen hier ein Zuhause finden. Der Bau ist dreigeschoßig, das L-förmige Gebäude hat eine direkte Verbindung zum Kirchenplatz.

Auch WAV-Vorstandsdirektor Manfred Damberger zeigt sich beeindruckt vom Vorhaben: „Es ist ein Projekt mit Pilotcharakter. Es freut mich besonders, an unserem Bürostandort Schwarzenau so ein Projekt auf die Beine stellen zu dürfen.“ So sei es gar ein „Motor für die Region“.

Nach der Fertigstellung der Umfahrung Wieselburg wird die Errichtung der Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen an der B36 mit einem Projektvolumen von rund 60 Millionen Euro zum größten Straßenbauvorhaben in Niederösterreich.

Heuer starten die Arbeiten mit dem Bau der ersten von zwölf Brücken. Ende November wird die Anschlussstelle Nord ebenfalls fertiggestellt. Mit einer 8,6 Kilometer langen Trasse sollen die Ortschaften zwischen Großglobnitz und Vitis vom Durchzugsverkehr entlastet werden. Parallel zu diesen Arbeiten wird an der Ausschreibung für das „Hauptbaulos Nord“ gearbeitet, damit im Frühjahr 2022 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Auch die Vorbereitungen für den „Abschnitt Süd“ laufen mit den Grundeinlöseverhandlungen intensiv weiter.

„Diese Umfahrung bedeutet eine klare Entlastung in diesem Gebiet, wir investieren hier einerseits in die Sicherheit, aber auch in die Lebensqualität der Niederösterreicher“, sagt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Die Untere Landstraße wird zur Begegnungszone umgestaltet: Dort gilt eine 20 km/h-Beschränkung, alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt. Straßenbaudirektor-Stellvertreter Rainer Irschik, Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und Bürgermeister Franz Mold eröffnen die neue Zone am 18. Juni. Es folgt Kritik der Grünen und SPÖ an der Gestaltung und fehlenden Begrünung der Zone.

Nach einer langen „Corona-Pause“ ist mit 18. September wieder Schwitzen angesagt: Das Zwettlbad eröffnet seinen umgebauten Saunabereich. Neue Holzschilder werden installiert, Wandflächen beschriftet, das Lichtsystem getauscht und neue Dekoartikel aufgestellt. Neu sind auch eine Sitzgarnitur sowie Sichtfenster im Außenbereich sowie Spezialaufgüsse. Seit 1. Oktober bewirtet Sonja Penz als neue Buffet-Pächterin.

Die alte Stiegenanlage zwischen Gartenstraße und Hauptplatz wird im November eröffnet: Sie wurde zuvor bis auf die Fundamente abgebrochen und durch eine neue, überdachte Konstruktion ersetzt. Die gesamte Anlage besteht jetzt zum Großteil aus unbehandeltem Lärchenholz. Dazu kommen ein verzinktes Stahlgeländer mit Pulverbeschichtung sowie Handläufe aus Edelstahl. Eine LED-Beleuchtung mit 15 Anbaubalken beleuchtet die Stiege, fünf weitere Spots bestrahlen die Stadtmauer. Die Gesamtbaukosten betragen knapp 177.000 Euro.

Die rund 800 Jahre alte Geschichte des Hauses Landstraße 53 wird jetzt von Sonnentor um ein neues Kapitel erweitert: In diesem denkmalgeschützten Haus, das direkt an der Zwettler Stadtmauer liegt, werden fünf Ferienwohnungen errichtet. Die Bauarbeiten für die „Stadt-Lofts“ starten im Oktober. Bei dem historischen Haus handelt es sich um eines der ältesten Bauwerke Zwettls, es stammt aus dem 13./14. Jahrhundert und zählt zu den Gründerhäusern der Stadt.

Die Zwettler Firma Fessl zieht ein Megaprojekt an Land: Sie errichtet im August das größte Leichenkühlhaus Österreichs am Wiener Zentralfriedhof. Dort können bis zu 528 Särge gekühlt werden, dazu kommt noch eine Außenstelle der Sigmund-Freud-Uni für die Ausbildung von Studenten. Das Bauvolumen beläuft sich auf knapp zwei Millionen Euro.

Gastronomischen Zuwachs gibt es in Groß Gerungs: Sarah Bayerl-Schwarzinger und Gatte Peter übernehmen Anfang Juni die Gastronomie im Freibad. Sie bauen um und machen das Gebäude ganzjahresfit. Das Ziel: „Wir wollen eine Mischung zwischen Café, Lounge und Bar“, erklärt Bayerl-Schwarzinger. So absolviert sie einen eigenen Barista- und Latte-Art-Kurs, um den Siebträgerkaffee mit Herzerl zu schmücken.

Die Raiffeisenbank Region Waldviertel Mitte baut um rund 1,1 Millionen Euro einen Saal in Ottenschlag zu einem professionellen Theater mit 120 Sitzplätzen um. Die Kulturinitiative Ottenschlag betreibt dieses mit über 60 Veranstaltungen pro Jahr, Baustart ist im Februar 2021. Eine moderne Ton-, Licht- und Bühnentechnik wird neu eingebaut, die treppenförmig ansteigenden Sitzreihen bieten für jeden Besucher eine ausgezeichnete Sicht auf die Bühne. Für die Schauspieler wird im zweiten Stockwerk eine Künstlerwohnung für sieben Personen eingerichtet. Auf 120 Quadratmetern finden sich drei Schlafzimmer mit Küche.

Der „Gasthof zum Dichter Robert Hamerling“ schließt mit den letzten Oktobertagen seine Pforten. Exakt 33 Jahre und sechs Monate lang verwöhnten die Wirtsleute Christian und Maria Schierhuber ihre Gäste. Die Betten der Gaststätte werden als Mitarbeiterzimmer für einen Hotelbetrieb genutzt.

An der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Edelhof findet im Oktober mit Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister der Spatenstich für die umfangreichen Bauvorhaben statt. Durch die Zusammenführung der LFS Ottenschlag mit dem Ausbildungsschwerpunkt „Ländlicher Tourismus“ am Schulstandort Edelhof ist ein Neubau des Internates notwendig. Ebenso werden die Sporthalle, Lehrküchen und Büros für die Verwaltung neu errichtet. Für das Bauvorhaben investiert das Land NÖ rund 14,7 Millionen Euro. Nach Abschluss der ersten Bauphase folgt die Generalsanierung der bestehenden Infrastruktur, wie Klassenräume, Speisesaal und Büros. Der Abschluss der gesamten Bautätigkeiten am Edelhof ist für den März 2024 geplant.

Wie 2020 ist auch 2021 das Coronavirus das alles dominierende Thema im Bezirk Zwettl. Dabei ist man trauriger Spitzenreiter: Im November hält der Bezirk wochenlange mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 1.000 den höchsten Wert in Niederösterreich.

Umgekehrt verhält es sich bei den Impfungen. Hier hinkt man hinterher. Zuletzt sind 66,7 Prozent der gut 41.800 Einwohner vollimmunisiert. 70 Prozent haben den „Erststich“ und rund 34 Prozent auch schon eine dritte Impfung. Damit liegt der Bezirk in allen Bereichen unter dem Landesschnitt.

Für internationales Aufsehen sorgt im März der Fall einer toten Krankenschwester im Zwettler Krankenhaus: Die 49-Jährige stirbt kurz nach ihrer Impfung mit AstraZeneca an Blutgerinnseln im Gehirn.

Am 26. März fällt der Startschuss in der Impfstraße der Stadtgemeinde. 576 Menschen werden im ersten Durchgang mit dem Moderna-Vakzin geimpft. Mit 22. April geht in Groß Gerungs das Impfzentrum in Betrieb. 30 Termine sind bis Ende Juni vergeben. Bis zur Schließung der Impfstraße am 13. August werden 14.238 Impfdosen verabreicht. Im April erreicht auch die südafrikanische Variante den Bezirk. Fehlende Kontaktlisten nach einem Cluster bei einem Zwettler Friseur machen den Behörden bei der Rückverfolgung zu schaffen.

Probleme gibt es auch immer wieder bei den Teststraßen: Sowohl vor der Antigen-Teststraße im Zwettler Stadtsaal als auch bei der PCR-Testung am Parkplatz beim Gymnasium kommt es immer wieder zu langen Wartezeiten. Es gibt aber auch Lichtblicke: Mit dem Auftritt von „Josh.“ veranstalten Alexander Leutgeb und der Waldviertler Volleyballverein am 12. Oktober das erste 1G-Konzert des Waldviertels. Zuvor spielen am 21. August „Pizzera und Jaus“ für die Mitarbeiter der Landeskliniken und Pflegeheimeein Gratiskonzert, 2.500 Besucher kommen.

Knapp 70 Kritiker der Corona-Maßnahmen treffen sich am 16. Jänner am Feuerwehrparkplatz Zwettl. Ein Jahr später sind es bereits über 700 Menschen, die am 1. Dezember gegen die Impfpflicht demonstrieren.

Wahlanfechtung von Bürgerliste und FPÖ in Groß Gerungs erfolgreich, ÖVP verliert zwei Sitze: Nach einem Rechtsstreit um die Besetzung der Gemeindevorstandsmandate und zwei Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) wird am 4. November mittlerweile zum dritten Mal der Gemeindevorstand gewählt.

Bürgerliste Germs und FPÖ hatten zuvor die Wahl des Gemeindevorstandes eingeklagt. Die Mandate waren gemäß des d‘Hondtschen Verfahrens statt nach dem Verhältnis der Parteisummen zugeteilt. Der VfGH gibt der Bürgerliste und FPÖ Recht, eine nachträgliche Änderung des Gesetzes im Landtag im Vorjahr habe keine Auswirkungen auf den noch nicht abgeschlossenen Wahlvorgang in Groß Gerungs.

Die ÖVP verliert in Folge zwei Sitze, neu im Vorstand sind Markus Kienast (Bürgerliste), der über das FPÖ-Ticket in den Gemeindevorstand einzieht, und Kolja Deibler-Kub (SPÖ). Kienast will nach der Hälfte der verbleibenden Legislaturperiode am 31. Mai 2023 mit FPÖ-Gemeinderat Hannes Eschelmüller tauschen.

Der deutsche Whisky-Händler Klaus Pinkernell übernimmt mit 2021 das Schönbacher Biergwölb. Seit 16 Jahren führt er in Berlin einen Whisky-Handel mit über 700 Sorten. Die Whisky-Palette soll eine Ergänzung zum regulären Angebot sein. So wird auch weiterhin das Schönbacher Pils aus den Zapfhähnen laufen. Und nicht nur das: Für den Michaelikirtag braut Pinkernell extra ein Rauchbier nach fränkischem Vorbild.

5.458 Floriani schreiten im Jänner zu den Wahlurnen: Bei den Feuerwehren des Bezirkes Zwettl gibt es einen Wechsel an der Spitze: Weil der bisherige Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Knapp nicht mehr kandidiert, kommt es zum Rennen zwischen dem bisherigen Stellvertreter Karl Kainrath und dem Zwettler Abschnittsfeuerwehrkommandanten Ewald Edelmaier. Auf Edelmaier entfallen 53 Prozent der gültigen Stimmen, als Stellvertreter wird Karl Kainrath bestätigt.

Martin Hahn organisiert Ende August in Grafenschlag das Autotreffen „Fast Legends“ als Hommage an den verstorbenen Schauspieler der „The Fast and The Furious“-Filme Paul Walker. Dabei gibt es viele originale Fahrzeuge und Nachbauten aus den Filmen zu sehen, etwa den schwarzen Dodge Charger 1970 aus dem vierten Teil, der auf einem Nascar-Auto basiert. Viele Fotos werden auch beim Batmobil von Martin Hahn gemacht: Dazu schlüpfen sogar Freunde in die Kostüme von Batman, Joker und Co. und posieren mit den Besuchern. Höhepunkt ist der neue „Lightning McQueen“ aus der Filmreihe „Cars“, den Hahn wenige Tage vor der Veranstaltung fertiggestellt hat.

Große Wellen schlägt die NÖN-Meldung über den Abschied des Zwettler Pfarrmoderators Thomas Kuziora mit 1. September. Für Kuziora übernimmt Janusz Wrobel. Kuziora widmet sich seinem Doktoratsstudium der Theologie.

Diese Story sorgt für Aufsehen: Der Zwettler Michael Wagner rettet als Intensivmediziner schwerkranken Kindern das Leben. Er steht dabei an der Speerspitze modernster Forschung: So baut er menschliche Organe wie Wirbelsäulen und Knochen sowie Lungen, Teile von Herzen und Gehirne mittels 3D-Drucker nach. Als Material verwendet er Silikon oder Metall.

Die Eismanufaktur „Waldviertler Eis“ in Zwettl sorgt ab Mitte Oktober für Weihnachtsflair in Eisform: Zuckerbäcker Wolfgang Fröschl und sein Team entwickeln fünf neue Wintereissorten: Lebkuchen, Vanillekipferl, Rumkugel, Kokosbusserl und ein Punschsorbet. „Die Überlegung ist dadurch entstanden, weil unser Eis bei den Kunden sehr gut ankommt, die Tiefkühltruhen im Winter aber leer sind“, sagt Verkaufsleiter Harald Schörgmaier.

Bei der Entwicklung springt man auf die Beliebtheit für grobe Stückchen im Eis auf – so stecken im Vanillekipferl-Eis Teigstückchen, um den Geschmack noch besser zu transportieren. Das heurige Jahr ist ein erfolgreiches für die Eismacher: Beim Wettbewerb um das „Goldene Stanitzel“ räumt der Betrieb acht Medaillen ab.

21 fesche Jungbäuerinnen und Jungbauern sind im heurigen Jungbauernkalender vertreten. Die Titelseite ziert eine Waldviertlerin: Die 28-jährige Melanie Rauch aus Lembach. 

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